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Kontrastmittel

Was versteht man unter einem Kontrastmittel?

Kontrastmittel gehören zu den in-vivo Diagnostika. Dies sind Arzneimittel, die zur Erkennung von Krankheiten im Körper eingesetzt werden. Dazu zählen auch die Radiopharmaka. In-vivo Diagnostika werden direkt in Venen, Arterien oder Gelenke injiziert, oral verabreicht oder eingeatmet. Sie werden benutzt, um Organe wie das Hirn, die Nieren, die Leber, die Blutgefäße oder den Magen und eventuelle Schädigungen sichtbar zu machen bzw. deren Funktion zu messen.
 
Kontrastmittel werden in fünf Hauptkategorien eingeteilt:

Für Röntgenuntersuchungen:

  • Iodhaltige Kontrastmittel für den größten Teil der Untersuchungen
  • Bariumsulfathaltige Kontrastmittel für Untersuchungen des Verdauungstraktes

Für Untersuchungen mit Hilfe der Magnetresonanztomographie (MRT):

  • Kontrastmittel auf Gadoliniumbasis für alle Untersuchungen
  • Eisenhaltige Nanopartikel für Untersuchungen des Verdauungstraktes und speziell der Leber

 Für nuklearmedizinische Untersuchungen:

  • Schwach radioaktive Arzneimittel, deren Verteilung im Körper Auskunft über Organfunktionen gibt.